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What is changing

Laws, deadlines, figures – briefly explained with sources. English summaries follow; the items below are currently in German.

Krankenversicherung

Zusatzbeitrag 2027: Ministerium legt den Durchschnitt auf 2,9 % fest

Das Bundesgesundheitsministerium hat am 30.10.2026 den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz für 2027 auf 2,9 % festgelegt – unverändert gegenüber 2026, so wie es der Schätzerkreis empfohlen hatte. Das ist ein rechnerischer Wert: Jede Kasse legt ihren eigenen Satz fest, und der liegt im Schnitt tatsächlich bei rund 3,1 % (Stand Oktober 2026). Erhöht deine Kasse, hast du ein Sonderkündigungsrecht bis zum Ende des Monats, in dem der höhere Beitrag erstmals gilt. Beim Kassenvergleich schauen wir auf Zusatzbeitrag und Leistungen zusammen.

Source: Bundesgesundheitsministerium (PM 30.10.2026), Gegenprobe vdek

Preise & Energie

Inflation: September 3,3 %, Oktober voraussichtlich 2,8 %

Die Inflationsrate lag im September 2026 bei 3,3 % – der höchste Wert seit Dezember 2023. Für Oktober schätzt das Statistische Bundesamt vorläufig 2,8 % (endgültige Zahl am 11.11.2026); ohne Energie und Nahrungsmittel sind es 2,1 %. Energie bleibt der Preistreiber (+12,2 % im Oktober), vor allem Heizöl und Kraftstoffe, während Strom und Erdgas günstiger als vor einem Jahr sind.

Source: Statistisches Bundesamt (PM 364 vom 13.10.2026, PM 382 vom 30.10.2026)

Gold & Edelmetalle

Goldpreis: Rutsch unter 4.000 US-Dollar – tiefster Stand seit einem Jahr

Am 30. Oktober 2026 schloss Gold bei rund 3.875 US-Dollar je Feinunze, das sind etwa 3.470 €. Das ist der tiefste Stand seit Oktober 2025 und rund 30 % unter dem Rekordhoch von etwa 5.600 US-Dollar aus dem Januar 2026. Mitte Oktober lag der Preis noch bei 4.150 bis 4.190 US-Dollar. Gold ist ein Sachwert ohne laufende Erträge und mit spürbaren Schwankungen – ob und in welchem Umfang er zu deinem Gesamtkonzept passt, ist eine individuelle Frage, keine Empfehlung dieser Seite.

Source: Marktdaten (Tradingeconomics, Goldreporter), Stand 30.10.2026

Strom & Gas · Faktencheck

„Bei einem Stromausfall sitze ich ohne Grundversorger im Dunkeln“ – stimmt das?

Nein. Für die Leitung bis zu deinem Haus ist der Netzbetreiber zuständig, nicht dein Stromlieferant. Er muss nach § 11 Energiewirtschaftsgesetz Störungen für alle Haushalte am Netz beheben – egal, bei wem du deinen Strom kaufst. Seine Störungsnummer steht auf deiner Rechnung. Und geht ein Lieferant pleite, rutschst du automatisch in die Ersatzversorgung (§ 38 EnWG). Das Licht geht nie aus, nur weil du gewechselt hast. Die fünf häufigsten Mythen zum Stromwechsel haben wir mit Gesetz und Quelle aufgeräumt.

Source: §§ 11, 36, 38 EnWG, Bundesnetzagentur (Monitoringbericht 2025)

Strom & Gas · Einordnung

Stromvertrag jetzt abschließen? Was 2027 teurer wird – und was nicht

Die Aussage „ab 2027 kennen Strompreise nur noch einen Weg“ lässt sich so nicht belegen – das Bild ist gemischt. Sicher teurer: Die Übertragungsnetzentgelte steigen 2027 von 2,86 auf voraussichtlich 3,54 ct/kWh, weil der Bund seinen Zuschuss von 6,5 auf 5,5 Mrd. € kürzt. Neuverträge kosten Anfang Oktober schon 38,9 ct/kWh, 1,7 ct mehr als zu Jahresbeginn. Dagegen: Die örtlichen Netzentgelte bleiben im Bundesschnitt fast gleich (regional von −6 % bis +5 %), und eine Senkung der Stromsteuer um bis zu 2,3 ct/kWh ist angekündigt, aber nicht beschlossen. Wer jetzt einen Vertrag mit Preisgarantie abschließt, sichert den Beschaffungspreis – aber Achtung: Viele Garantien klammern Netzentgelte, Umlagen und Steuern aus. Darauf schauen wir beim Check.

Source: Übertragungsnetzbetreiber (vorläufige Netzentgelte 2027), BDEW Quick-Check 07.10.2026, Finanztip

Strom & Gas · Einordnung

Gas 2027: CO₂-Preis bleibt im Korridor, Netzentgelte steigen regional stark

Für Gaskunden ändern sich 2027 drei Dinge: Der CO₂-Preis bleibt laut Bundestagsbeschluss vom 15.10.2026 im Korridor von 55 bis 65 € je Tonne (Finanztip erwartet erneut das obere Ende). Die Gasnetzentgelte steigen im Bundesschnitt nur um rund 12 € im Jahr (Musterhaushalt 15.000 kWh), regional aber bis zu +145 € – oder sie sinken um 78 €. Die Gasspeicherumlage ist seit Januar 2026 weg (rund 58 € Entlastung bei 20.000 kWh). Die Beschaffungspreise sind seit Jahresbeginn wieder gestiegen. Fazit: Ob sich ein Vertrag mit Preisgarantie jetzt lohnt, hängt stark von deinem Netzgebiet ab – pauschal lässt sich das nicht sagen.

Source: Finanztip (Netzentgelte 2027, CO₂-Preis), Bundesnetzagentur (Gasspeicherumlage), BDEW Gaspreisanalyse

Kfz-Versicherung

Stichtag 30. November: Wechselsaison 2027 läuft

Für die meisten Kfz-Verträge mit Ablauf zum 31.12. muss die Kündigung bis zum 30.11. beim Versicherer sein. Der GDV hat neue Typklassen (für über 12 Mio. Autofahrende) und Regionalklassen 2027 veröffentlicht. Nach einer Beitragserhöhung gilt ein Sonderkündigungsrecht von einem Monat ab Zugang.

Source: GDV, ADAC

Strom & Gas · Faktencheck

„Wer wechselt, kommt nicht zurück in die Grundversorgung“ – stimmt das?

Nein. Der Grundversorger – das ist der Anbieter mit den meisten Haushaltskunden im Netzgebiet – muss nach § 36 Energiewirtschaftsgesetz jeden Haushaltskunden zu seinen allgemeinen Preisen beliefern. Du kannst also wechseln und jederzeit zurück. Seit 2022 dürfen Grundversorger Neukunden auch nicht mehr teurer einstufen als Bestandskunden. Die Grundversorgung selbst ist mit zwei Wochen Frist kündbar – und meist teurer als ein Sondervertrag.

Source: § 36 EnWG, Bundesnetzagentur, Verbraucherzentrale

Preise & Energie

Erzeugerpreise im September: +6,7 % – Heizöl fast doppelt so teuer wie vor einem Jahr

Die Preise, die Hersteller für ihre Waren verlangen, lagen im September 2026 um 6,7 % über dem Vorjahr – der stärkste Anstieg seit März 2023. Treiber ist die Energie (+14,9 %): Leichtes Heizöl kostete 91,8 % mehr, Erdgas 15,0 % und Strom 8,2 %. Ohne Energie lag der Anstieg bei 3,2 %. Das sind Preise auf Herstellerebene; bei Verbrauchern kommt davon erfahrungsgemäß nur ein Teil und mit Verzögerung an.

Source: Statistisches Bundesamt (PM Nr. 373 vom 20.10.2026), Gegenprobe DATEV

Strom & Gas · Energiepolitik

Ölreserve: Bundesrat gibt weitere Vorräte frei – Pflichtbevorratung sinkt vorübergehend auf 82 Tage

Der Bundesrat hat am 16.10.2026 einer Verordnung zugestimmt, die weitere Vorräte aus der strategischen Ölreserve freigibt. Die Pflicht zur Vorratshaltung sinkt dafür vorübergehend von 90 auf 82 Tage. Zuerst sollen Diesel und Heizöl angeboten werden. Das ist keine Auszahlung an Verbraucher und kein Preisversprechen – ob und wie stark die Heizöl- und Spritpreise reagieren, ist offen.

Source: Bundesrat (1069. Sitzung, 7. ErdölFrV, Drs. 583/26), Gegenprobe Reuters/onvista

Altersvorsorge

Frühstartrente: Bundestag hat das Gesetz beschlossen

Der Bundestag hat am 16.10.2026 die Frühstartrente beschlossen: Für Kinder von 6 bis 18 Jahren sind 10 € im Monat vom Staat vorgesehen, sofern die Eltern ein Vorsorgedepot eröffnen. Der Start ist mit dem Geburtsjahrgang 2020 geplant, ausgezahlt wird grundsätzlich frühestens ab 65. Das Gesetz ist noch nicht verkündet – der Bundesrat muss noch beraten.

Source: Deutscher Bundestag (Textarchiv), Gegenprobe DATEV

Steuer

Einkommensteuerreform 2027: Bundestag hat den Entwurf in erster Lesung beraten

Der Bundestag hat den Entwurf des Einkommensteuerreformgesetzes 2027 am 08.10.2026 in erster Lesung beraten und an die Ausschüsse überwiesen. Vorgesehen sind unter anderem ein höherer Grundfreibetrag (12.564 € ab 2027, 12.900 € ab 2028) und mehr Kindergeld (267 € statt 259 € monatlich ab Januar 2027). Gegenfinanziert wird u. a. über einen höheren Satz für sehr hohe Einkommen. Das Gesetz ist nicht beschlossen, Änderungen sind noch möglich; die Regierung strebt das Inkrafttreten zum 01.01.2027 an.

Source: Deutscher Bundestag (Textarchiv, Drs. 21/8235), Gegenprobe DATEV

Sozialversicherung

Rechengrößen 2027: Beitragsbemessungsgrenze steigt auf 6.375 € im Monat

Das Bundeskabinett hat die Sozialversicherungs-Rechengrößen 2027 beschlossen. Die Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung steigt auf 6.375 € monatlich, die Versicherungspflichtgrenze voraussichtlich auf 84.150 € im Jahr. Die Verordnung ist noch nicht im Bundesgesetzblatt verkündet.

Source: BMAS, PKV-Verband

Strom & Gas

Strompreis 2026: Im Schnitt 37 Cent – Neuverträge wieder teurer

Haushalte zahlen 2026 im Schnitt rund 37 Cent je Kilowattstunde (BDEW: 37,0 ct, Destatis 1. Halbjahr: 37,97 ct) – weniger als im Vorjahr, vor allem weil der Bund die Netzentgelte bezuschusst. Für neu abschließbare Verträge liegt der Preis Anfang Oktober aber schon wieder bei 38,9 ct. Der Preis besteht zu etwa einem Drittel aus Steuern, Abgaben und Umlagen, einem Viertel Netzentgelt und dem Rest Beschaffung und Vertrieb.

Source: BDEW Strompreisanalyse / Quick-Check 07.10.2026

Führerscheinreform

Führerscheinreform 2027: Bundestag berät den Entwurf

Der Gesetzentwurf zur Reform der Fahrausbildung ist in der parlamentarischen Beratung (1. Lesung 24.09., Anhörung 05.10.2026). Geplant sind unter anderem digitale Theorie, rund 840 statt 1.169 Prüfungsfragen, eine kürzere Praxisprüfung (40 statt 55 Minuten) und der Wegfall der festen zwölf Sonderfahrten. Start überwiegend zum 01.07.2027 vorgesehen – noch nicht beschlossen.

Source: Deutscher Bundestag (Drs. 21/7404)

Pflegeversicherung

Pflegereform: Kabinett beschließt Entwurf – Kinderlosenzuschlag soll 2027 steigen

Das Bundeskabinett hat am 30.09.2026 den Entwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes beschlossen. Geplant ist unter anderem, dass der Zuschlag für Kinderlose ab dem 01.01.2027 um 0,3 Punkte auf 0,9 % steigt und die Beitragsbemessungsgrenze der Pflegeversicherung angehoben wird. Ab 2028 soll ein Beitragszuschlag für beitragsfrei mitversicherte Ehe- und Lebenspartner kommen. Der Entwurf muss noch durch Bundestag und Bundesrat – Änderungen sind möglich.

Source: Bundesgesundheitsministerium (PM vom 30.09.2026), Gegenprobe Finanztip

Immobilienmarkt

Immobilienpreise: +0,6 % zum Vorjahr – stabil, aber regional sehr unterschiedlich

Wohnimmobilien kosteten im 2. Quartal 2026 im Schnitt 0,6 % mehr als ein Jahr zuvor (Neubau +1,5 %, Bestand +0,5 %). In den sieben größten Städten gaben Eigentumswohnungen leicht nach, in Großstädten außerhalb der Metropolen stiegen sie deutlich; auf dem Land wurden Ein- und Zweifamilienhäuser etwas günstiger. Die Baupreise lagen zugleich 5,0 % über dem Vorjahr. Ob ein Kauf sich lohnt, hängt damit stärker denn je von Lage, Zustand und Finanzierung ab – nicht vom Bundestrend.

Source: Statistisches Bundesamt (Häuserpreisindex, PM 24.09.2026)

CO₂-Preis

CO₂-Preis: 55 bis 65 € je Tonne – was das beim Heizen kostet

Für 2026 gilt beim nationalen Emissionshandel ein Preiskorridor von 55 bis 65 € je Tonne CO₂. Der Bundestag hat laut Finanztip am 15.10.2026 beschlossen, diesen Korridor auch 2027 fortzuführen – statt des ursprünglich geplanten freien Marktpreises; die Verkündung steht noch aus. Beim oberen Rand von 65 € macht das gegenüber 55 € rund 0,22 ct je Kilowattstunde Erdgas und etwa 3,2 ct je Liter Heizöl aus (inkl. MwSt.). Ab 2028 soll der europäische Emissionshandel den Preis bestimmen.

Source: DEHSt (Umweltbundesamt)

Krankenversicherung

GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz: Zahnersatz und Zuzahlungen ab 2027

Das Gesetz ist im Bundesgesetzblatt verkündet. Ab 2027 sinkt der Festzuschuss beim Zahnersatz von 60 % auf 50 % (mit Bonusheft 60 % bzw. 65 %), Zuzahlungen steigen um 50 % auf 7,50 € bis 15 € je Medikament. Ab 2028 kommt ein Partnerzuschlag von 2,5 % in der Familienversicherung.

Source: Bundesgesundheitsministerium

Altersvorsorge

Altersvorsorge-Reform ab 1. Januar 2027 beschlossen

Bundestag und Bundesrat haben die Reform der geförderten Altersvorsorge beschlossen: Grundzulage bis 540 €, Kinderzulage bis 300 € pro Jahr, Mindesteigenbeitrag 120 €, einmaliger Bonus von 200 € für Sparer unter 25. Die Frühstart-Rente (10 € monatlich für Kinder) hat der Bundestag am 16.10.2026 beschlossen; der Bundesrat steht noch aus.

Source: Bundestag, Bundesrat

Führerschein-Kosten

Führerschein fast 43 % teurer als 2020

Laut Statistischem Bundesamt sind die Preise für Fahrschule und Führerschein von 2020 bis 2025 um 42,7 % gestiegen – die allgemeine Teuerung lag bei 21,9 %. Die Spanne für Klasse B reicht laut ADAC 2025 von rund 2.466 € bis 4.476 €. Amtliche Prüfgebühren: 24,99 € (Theorie) und 129,83 € (Praxis) je Versuch.

Source: Destatis (PM 13.04.2026), ADAC, GebOSt

Prüfungsstatistik

Durchfallquoten 2025: 44 % Theorie, 37 % Praxis

Der TÜV-Verband meldet für 2025: 44 % fallen durch die Theorieprüfung, 37 % durch die praktische Prüfung. Unter 18-Jährige schneiden besser ab (35 % bzw. 24 %). Wer die Theorie wiederholt, fällt zu 56 % erneut durch – gute Vorbereitung zahlt sich doppelt aus.

Source: TÜV-Verband

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